DE-CIX in Frankfurt wird sternförmig

In Frankfurt betreibt die DE-CIX GmbH einen der größten Internet-Knotenpunkte. Dieser wird nun erweitert und sternförmig.
Notwendig wird dieser Ausbau durch die ständig wachsenden Datenraten und die Erschließung von Ost-Europa im Breitbandmarkt.
Weltweit hat sich der Datentransfer an den Knotenpunkten verdoppelt. Der DE-CIX hat das überboten und der Transfer über den Knoten in Frankfurt wurde verdreifacht.
Derzeit gehen in Spitzenzeiten bis zu 350GBit/s über den Knoten. Angeschlossen sind derzeit rund 230 autonome Provider-Netze.
Um das System stabiler und ausfallsicherer zu machen wird das System umgestellt. Das neue System sieht einen sternförmigen Aufbau vor. Dazu werden 6 physikalisch von einander unabhängige Standorte per 160GBit/s Glasfaser Kabel an den Sternpunkt angeschlossen.
An jedem der 6 Access-Switche sind alle Kunden des Knotenpunktes angeschlossen.
Am Sternpunkt sorgt ein Core-Switch dafür dass die Daten richtig geroutet werden. Parallel dazu ist ein zweiter Core-Switch im Hot-Standby um beim Ausfall des ersten Core-Switches eine Redundanz zu gewährleisten.
Die neue Peeringplattform sei die leistungsfähigste der Welt so der Betreiber.
Die neue Topologie ermöglicht Datenraten bis zu 1,4 TeraBit/s.
Frank Orlowski von DE-CIX versicherte das die Kunden von der Umstellung nichts mitbekommen. O-Ton: “Für uns ist das, als ob man bei einem Auto, das 200 km/h fährt, die Reifen wechselt – und keiner merkt es.“