Internet Explorer Sicherheitslücke erlaubt ausführen von Schadcode

Sicherheit

Durch speziell manipulierte Webseiten können Angreifer über den Internet Explorer Schadcode einschleusen und ausführen. Entdeckt wurde dies durch Aviv Raff.

Es wird eine Cross-Zone-Lücke ausgenutzt, durch diese Lücke kann Webseiten Code anstatt in der Internet-Zone in der lokalen Zonen ausführt werden. Die Benutzer müssen allerdings dazu beitragen das die Lücke genutzt werden kann.

Eine Beispiel Webseite demonstriert die Lücke in dem sie den Windows-Taschenrechner aufruft.

Sobald der Benutzer die Webseite, mit aktiviertem “Liste der Links ausdrucken”, ausdruckt wird der Taschenrechner gestartet. Dabei ist es irrelevant ob man die Ausführung von aktiven Inhalten zulässt oder nicht.

Der Fehler tritt in der aktuellen Internet Explorer Version 7 auf Windows XP mit SP2 auf.

Sobald ein Benutzer eine Webseite ausdrucken möchte, nutzt der Browser ein lokales Skript, welches eine neue HTML Datei erzeugt. Die neu erstellte Seite wird dann gedruckt.

Das HTML enthält eine Kopf- und Fußzeile sowie das Hauptelement. Zusätzlich kann eine Liste der Links erstellt werden.
Das Problem besteht darin dass das lokale Skript die URLs nicht überprüft, der URL-Code wird direkt übernommen.

Lokale Skripte vom Internet Explorer laufen meist in der Internet-Zone, das Skript zum ausdrucken allerdings in der lokalen Zone. Dies reißt die Sicherheitslücke auf und ermöglicht JavaScript mit beliebigen Code auf den Rechner des Benutzers einzuspielen.

Das Problem besteht auch bei der Beta vom Internet Explorer 8.

Unter Windows XP kann man belieben Code ausführen, unter Windows Vista mit aktivierter Benutzerkontensteuerung (UAC) ist nur das ausspähen von Informationen möglich.

Solange kein Patch von Microsoft bereitgestellt wird sollten Benutzer auf das ausdrucken mit aktiver Linkliste verzichten.

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